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Die Autoren klären zunächst den nicht unumstrittenen Begriff „Benachteiligtenförderung“ und grenzen ihn gegen den der „Benachteiligtenforschung“ ab. Hierzu werden dann die Adressaten der Forschungsprojekte präzisiert. Dabei zeigt sich eine erhebliche Diskrepanz zwischen der quantitativen Bedeutung von Benachteiligtenförderung und der Aufmerksamkeit, die diesem Feld in der Forschung gewidmet wird. Das veranlasst die Autoren zu einer gründlichen Systematisierung. Referenzbereiche sind insbesondere die Sozialpädagogik, Sonderpädagogik, Berufspädagogik und Schulpädagogik, die sich aus ihrem je spezifischen Blickwinkel dem Personenkreis widmen. Allerdings existieren kaum Berührungspunkte der pädagogischen Teildisziplinen untereinander, so dass ihre Befunde und Erkenntnisse wechselseitignur selten zur Kenntnis genommen werden Auch die Institutionen, in denen in Deutschland Benachteiligtenforschung betrieben wird, werden einer Synopse unterzogen: Bundesinstitut für Berufsbildung, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, sozial-, sonder- und berufspädagogische Institute an Fachhochschulen und Universitäten und private Forschungsinstitute. Hier sind Berührungspunkte ebenfalls rar, werden die Ergebnisse der einen nur unzureichend in Arbeiten der anderen aufgegriffen und verarbeitet. Der Diffusität von Disziplinen und Institutionen entspricht schließlich die Verstreutheit von theoretischen Konzeptionen, empirisch orientierten Forschungen und Modellversuchen. Wenngleich der Aussagegehalt und Erkenntniswert von Modellversuchen durchaus zu würdigen ist, muss auch hier wieder die fehlende systematische Einbindung der Gegenstandsbereiche beklagt werden. Auf dieser Grundlage formulieren die Autoren abschließend Forschungsdesiderata und bieten Entwicklungsperspektiven. |

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