bwp@ Spezial AT-4 - September 2022

Wirtschaftspädagogik in Österreich 2022

Beiträge zum 15. Österreichischen Wirtschaftspädagogikkongress

Hrsg.: Bettina Greimel-Fuhrmann

Weiterentwicklung von Unternehmenssimulationen im Wirtschaftsunterricht – Ergebnisse aus dem Projekt UNE-SIM

Beitrag von Michaela Stock, Elisabeth Riebenbauer, Verena Köck, Susanne Kamsker & Doris Fritz
Schlüsselwörter: Unternehmenssimulation zu Lernzwecken, kompetenzorientierte Lehr-Lern-Arrangements, Lerntransfer, Weiterentwicklung und curriculare Verankerung

Um Absolventinnen und Absolventen auf die – durch Trends wie Digitalisierung und Globalisierung immer komplexer werdenden – Herausforderungen in ihrer Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten, bedarf es auch einer Weiterentwicklung praxis- sowie kompetenzorientierter Lehr-Lern-Arrangements. In den bestehenden Lehrplänen der berufsbildenden höheren Schulen in Österreich gibt es dafür bereits unterschiedliche Ansätze. Der Beitrag richtet den Blick auf Unternehmenssimulationen zu Lern­zwecken, die als bewährte wie innovative Konzepte für einen handlungsorientierten Wirtschaftsunter­richt gelten. Die unterschiedlichen Formen, wie z. B. Lernbüro, Übungsfirmen, Juniorenfirmen oder Schüler:innengenossenschaften, verfolgen jedoch unterschiedliche Zielsetzungen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie als Lernorte für unternehmerische, berufliche und personale Selbstständigkeit und für den Lerntransfer zwischen Theorie und Praxis angesehen werden (vgl. z. B. Tramm/Gramlinger 2006). Unternehmenssimulationen sind jedoch keine didaktischen Selbstläufer, sondern sie erfordern sowohl eine systematische Verankerung im Lehrplan als auch eine betriebswirtschaftlich valide Gestaltung und Weiterentwicklung im laufenden Unterricht. Dies stellt hohe Anforderungen, insbesondere an curricu­lare und organisatorische Rahmenbedingungen sowie an die Lehrenden, die diese Unternehmenssimu­lationen unterrichten (vgl. Riebenbauer/Stock 2015).

Im Fokus des Beitrags steht das Projekt UNE-SIM, das darauf abzielt, die Potenziale und Limitationen verschiedener Unternehmenssimulationen aufzuzeigen und Handlungsempfehlungen für eine vernetzte, semesterübergreifende Umsetzung von Unternehmenssimulationen im Wirtschaftsunterricht der Han­delsakademie zu entwickeln. Vorgestellt werden sowohl empirische Ergebnisse zur Weiterentwicklung der bestehenden, fix im aktuellen Lehrplan verankerten Übungsfirmenarbeit als auch verschiedene Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Unternehmenssimulationen.

Further Development of Business Simulations in Business Education – Results from the Project UNE-SIM

English Abstract

Due to trends such as digitalization and globalization, graduates face increasingly complex challenges in their professional and everyday life. To prepare them accordingly for these changes, the need for practice- and competence-oriented learning settings, for which different approaches are pursued in the existing Austrian curricula of VET schools and colleges becomes even more important. The article focuses on business simulations for learning purposes, which are considered as innovative concepts for action-oriented business teaching and learning. However, the different forms, such as learning offices, practice enterprises, junior companies or student cooperatives, strive towards different objectives. What they have in common is that they are seen as places of learning for entrepreneurship education and for fostering the transfer between theory and practice (cf. e. g. Tramm/Gramlinger 2006). However, to reach these objectives, business simulations require both – a systematic anchoring in the curriculum as well as a business-valid design and further development in ongoing lessons. This places high demands, especially on curricular and organizational frameworks as well as on the teachers who manage these business simulations (cf. Riebenbauer/Stock 2015).

The article focuses on the project UNE-SIM, which aims to analyze the potentials and limitations of different business simulations and to develop recommendations for a networked, semester-spanning implementation of business simulations at secondary colleges of business administration. The paper presents empirical results for the further development of practice enterprises and introduces various possible combinations with other business simulations.

Dieser Beitrag wird in Kürze hier vollständig online zu lesen sein.

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