bwp@ 35 - Dezember 2018

Ökonomisierung in der Bildung und ökonomische Bildung

Hrsg.: Karin Büchter, Tade Tramm & Jens Klusmeyer

Editorial bwp@35

Beitrag von Karin Büchter, Tade Tramm & Jens Klusmeyer
bwp@-Format:

EDITORIAL zur Ausgabe 35:
Ökonomisierung in der Bildung und ökonomische Bildung

Der Begriff ‚Ökonomisierung‘ findet seit den 1990er Jahren zunehmend Eingang in Bildungs- und Gesellschaftsdiskurse. In kritischer Perspektive ist hiermit ein Eindringen von formalen Prinzipien und Mechanismen des ‚Ökonomischen‘ in verschiedene gesellschaftliche Bereiche gemeint. Insbesondere im Kontext der Neoliberalismuskritik gilt Ökonomisierung als gesellschaftlicher Regulationsmodus, der in der radikalen Form des ‚Ökonomismus‘ auch dort eingreift, wo Marktlogik und Effizienzkalkül zweckwidrig erscheinen, wie im Sozial-, Gesundheits- oder Bildungssektor.

Die berufliche Bildung ist seit jeher durch ein unlösbares, interdependentes Verhältnis von Ökonomie und (ökonomischer) Bildung gekennzeichnet. Die hierzu geführten Diskurse kreisen um das Verhältnis dieser beiden Bestimmungsmerkmale beruflicher Bildung und reichen von der Divergenzthese, die von der Unversöhnbarkeit ökonomischer und pädagogischer Prinzipen bzw. ökonomischer Qualifizierung und individueller Entwicklung ausgeht bis hin zur „Koinzidenz ökonomischer und pädagogischer Vernunft“ (Deutsche Forschungsgemeinschaft 1990, VII). Für die berufliche Bildung zeigt sich, dass sie es in dreierlei Hinsicht mit ‚Ökonomisierung‘ zu tun hat: Als a) äußere Bedingungen, wenn es um die Frage effizienter berufsbildungspolitischer und -institutioneller Steuerung geht, als b) Gegenstand von Bildungsprozessen, über deren inhaltlichen Ausrichtung und Zuschnitt curriculare und didaktische Entscheidungen zu treffen sind und c) als innere Konstitutionsmomente im Sinne der Übernahme ökonomischer Prinzipien und Regeln in Bildungs-, Lehr-/Lern- und Interaktionsprozessen, die eine entsprechende Sozialisation des zu Erziehenden beinhalten (vgl. Bellmann 2001, 228ff.).

Als erziehungswissenschaftliche Disziplin steht die Berufs- und Wirtschaftspädagogik in einem besonderen Spanungsverhältnis zwischen Bildungsanspruch und Ökonomie/Ökonomisierung, welches eine kritische Reflexion von Möglichkeiten und Grenzen sowie die Frage nach alternativen Verständnissen von Ökonomie und Ökonomisierung aufwirft. Angesichts dessen, dass unsere Disziplin eine ihrer Aufgaben darin sieht, künftige Lehrer/-innen darin zu befähigen, aus einer „ethisch legitimierten und selbstreflexiv kontrollierten Perspektive Urteile zu bilden“ (Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik 2014, 5), kann sich die Auseinandersetzung mit Ökonomie und Ökonomisierung nicht mehr nur auf die Frage nach dem Erwerb fachwissenschaftlicher Kenntnisse der Wirtschaftswissenschaften konzentrieren, sondern sie hat wirtschaftliche Entscheidungen und Handlungen im Kontext politischer, sozialer und ethischer Problemstellungen mit dem Ziel aufzunehmen, Ökonomie als Bildungsgegenstand und Prozesse der Ökonomisierung im Berufsbildungssektor in sozialer und ökologischer Verantwortung kritisch beurteilen und gestalten zu können. Beide Aspekte sollen in der 35. Ausgabe von bwp@ in ihrer ‚Verschränktheit’ thematisiert werden. Der Begriff ‚Verschränktheit‘ zeigt an, dass es ausdrücklich nicht um isolierte Darstellungen einzelner Theorieansätze, Prozesse, Maßnahmen oder Phänomene der ‘ökonomischen Bildung‘ oder ‚Ökonomisierung‘ geht, sondern dass Ausgangspunkt der vorliegenden Beiträge stets der innere Zusammenhang von Prozessen der „Ökonomisierung und der ökonomischen Bildung“ sein soll. Die eingereichten Beiträge zur Durchdringung des ‚Ökonomischen‘ im Feld der ‚ökonomischen Bildung‘ haben wir vier thematischen Schwerpunkten zugeordnet.

Teil A: Reflexion und Theorie

In diesem Abschnitt haben wir Beiträge zusammengeführt, die sich aus bildungstheoretischer Perspektive grundlegend mit Theorien und Konzepten der Ökonomisierung und ihrer Handlungsprinzipien (bspw. Wettbewerb, Privatisierung, Steuerung, Leistungsrationalität, Selbstverantwortung) auseinandersetzen. Aufgenommen wurden auch begriffs- und konzeptanalytische Beiträge sowie Abhandlungen, die historische und aktuelle Ökonomisierungsdiskurse und deren Bedeutung für die ökonomische Bildung nachzeichnen und reflektieren.

Im Beitrag „Ökonomisierungsprozesse und die Soziologie ökonomischen Denkens als Grundlagen der (sozio-)ökonomischen Bildung“ verfolgt Alexander Lenger (Universität Siegen) das Ziel, „durch Rückgriff auf die Befunde einer Soziologie ökonomischen Denkens und der soziologischen Analyse von Ökonomisierungsprozessen zur konzeptionellen Weiterentwicklung der Wirtschafts- und Berufspädagogik beizutragen“. Hierzu nimmt der Autor eine pointierte begriffsanalytische Trennung von ‚ökonomischem Denken‘ und ‚(sozio‑)ökonomischer Bildung‘ vor. Dargelegt wird der prägende Einfluss der Wirtschaftswissenschaften auf Prozesse der Ökonomisierung, die in alle Lebensbereiche hineinwirken und sozialisatorische Wirkungen entfalten. Diese einseitigen ökonomischen Einwirkungen auf das Individuum grenzt der Autor zur Initiierung von Bildungsprozessen jedoch nicht aus, sondern er begründet, weshalb sie die Grundlage einer kritischen (sozio‑)ökonomischen Bildung und Berufs- und Wirtschaftspädagogik darstellen.

Unter dem Titel „Sind nur Egoisten Wirtschafter?  Eine sozioökonomische Antwort im Sinne einer reflexiven Wirtschaftspädagogik“ stellt Georg Tafner (PH Steiermark) einen Rahmen zur Ortsbestimmung einer reflexiven Wirtschaftspädagogik vor. Mit dem ‚Rad der sozioökonomischen Bildung‘, welches auf den drei sozioökonomischen Zielkonstrukten ‚Effizienz‘, ‚Sinn‘ und ‚Verantwortung‘ basiert, erörtert er das Konzept einer reflexiven Wirtschaftspädagogik in den Bezugsdimensionen von Pädagogik, Ethik, Gesellschaft, Politik, Ökonomie und Ökonomik. Die praktischen Folgen seines Vorschlags flossen in ein Lehrveranstaltungskonzept ein, welches an den Standorten Graz, Paderborn und Berlin durchgeführt wurde. Vergleichende Evaluationsergebnisse bestärken den Autor in seinen Grundannahmen zur Neuausrichtung der sozioökonomischen Bildung im Sinne einer reflexiven Wirtschaftspädagogik.  

Teil 2: Politik und Gestaltung

Diese Ebene fokussiert auf Abhandlungen, die eine bildungspolitische und -planerische Perspektive einnehmen. Mithin handelt es sich um Themen, die ökonomische Prinzipien (bspw. Effizienz, Leistungsorientierung), Konzepte (bspw. Differenzierung des Schulsystems) oder Regeln/Vorgaben (bspw. Bildungsstandards, Curricula, Schulevaluation) aus bildungspolitischer und -planerischer Perspektive erörtern und bewerten.

Der Beitrag von Ilka Hoffmann & Ansgar Klinger (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) mit dem Titel „Unterfinanzierung – Ökonomisierung – Ökonomische Bildung“ stellt eine politisch zuordenbare Sichtweise auf Finanzierungsaspekte des Bildungswesens und der Ausrichtung der Ökonomischen Bildung dar. Im ersten Teil der Abhandlung werden pointierte Sichtweisen zu folgenden Themenkomplexen vorgestellt: a) Grundstrukturen und Entwicklungen der deutschen Bildungsfinanzierung, b) Missverhältnisse der Aufwendungen und Erträge im Bildungsföderalismus, c) Unterfinanzierungen und Mehrbedarfe der öffentlichen Bildungsausgaben, und d) Wandel der Trägerschaften im Bildungsbereich. Der zweite Abschnitt des Beitrags widmet sich der ökonomischen Bildung. Vorgestellt wird eine Kritik am inhaltlichen Zuschnitt der ökonomischen Bildung in Hochschule und Schule, welche unter der Perspektive der ideologischen Vereinseitigung der ökonomischen Bildung diskutiert wird. Als Gegenposition skizzieren Hoffmann und Klinger das Konzept der ‚pluralen Ökonomik‘.

Nicole Ackermann (Universität Zürich), Thomas Ruoss (Katholieke Universiteit Leuven) & Carmen Flury (Universität Zürich) berichten unter der Überschrift „Warum fördern sie ökonomische Bildung? Aktivitäten, Argumente und Handlungslegitimationen von Akteuren am Beispiel der Schweiz“, dass sich seit der Finanzkrise 2008/2009 Akteure aus dem privatwirtschaftlichen Sektor vermehrt in der ökonomischen Bildung in der Primar- und Sekundarstufe I an allgemeinbildenden Schulen engagieren. Dieses Engagement schlage sich in jüngeren curricularen Entwicklungen nieder.  Die Ergebnisse der explorativen Argumentationsanalyse zeigen, dass insbesondere das Konstrukt „Verantwortung“ eine wesentliche Legitimationsfigur für das zunehmende Engagement darstellt. Zudem weisen die Autorin/der Autor auf ein „empowerment rationale“ hin, der zufolge „Bildung als Mittel der individuellen Befähigung zur Verhinderung oder zumindest zum Umgang mit ökonomischen Krisen“ verstanden werden kann.

Teil 3: Institution und Organisation

In der Rubrik „Institution und ihre Organisation“ finden sich Abhandlungen, die sich mit der Transformation ökonomischer Struktur- und Handlungsprinzipien auf die Bildungsinstitution und ihrer inneren Verfasstheit beschäftigen. Angesprochen ist die ökonomische Durchdringung von institutionellen Rahmenbedingungen (bspw. interne Verwaltung), Führungsstrukturen (bspw. Schulleitungshierarchie) Schulkonzepten (bspw. Marketingstrategie) sowie Schullehrplänen (bspw. Geschäftsprozessorientierung).

Dietmar Heisler & Susanne Schemmer (Universität Paderborn) gehen in ihrem Beitrag mit dem Titel „Transformation der beruflichen Integrationsförderung: Zur Ökonomisierung eines berufs- und sozialpädagogischen Handlungsfeldes“ der Frage nach, inwieweit sich die berufliche Integrationsförderung unter dem Einfluss der Ökonomisierung verändert hat. Im Mittelpunkt stehen Förderstruktur, Maßnahmen und pädagogische Handlungsansätze aus der Sicht pädagogischer Fachkräfte. Auf der Basis von 35 Interviews mit Ausbildern/Ausbilderinnen, Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen sowie Einrichtungsleitern/-leiterinnen von Bildungsträgern der beruflichen Integrationsförderung kann gezeigt werden, dass sich im Zuge der Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik an Wirtschaftlichkeit und Effizienz die Förderstrukturen und pädagogischen Handlungsansätze verändert haben.

Miriam Voigt & Inka Engel (Universität Koblenz-Landau) stellen die Frage, „wie viel und welche unternehmerischen Kompetenzen Lehrkräfte und Schulleitungen brauchen“ und zeigen, inwieweit sich Akteure berufsbildender Schulen als Intrapreneure sehen und welche Kompetenzen sie sich in dieser Rolle zuschreiben. Vor dem Hintergrund der Gleichzeitigkeit von Schuleffizienz und Schulautonomie folgern die Autorinnen, dass von Lehrkräften unternehmerisches Denken auf der Ebene der Schulentwicklung und auf der Ebene der Unterrichtsentwicklung abverlangt wird, dieses sich künftig stärker als Intra- bzw. Entrepreneurs begreifen müssen und damit auch über entsprechende curriculare und didaktische Kompetenzen verfügen müssen. Anhand der Ergebnisse aus 20 Interviews an berufsbildenden Schulen können die Autorinnen zeigen, dass sich trotz der Ökonomisierung und Autonomisierung berufsbildender Schulen auch eine Distanz der Lehrkräfte zum unternehmerischen Denken an Schulen zeigt.

Teil 4: Ökonomische Lerngegenstände und sozialisatorische Wirkungen ökonomischer Bildungsgänge

Unter dieser Rubrik fassen wir Beiträge, die sich auf einer curricularen und/oder didaktischen Ebene mit Fragen der Funktionen, der Ziele und der Gegenstände kaufmännischer, ökonomischer oder sozioökonomischer Bildung auseinandersetzen Angesprochen sind theoretisch-konzeptionelle Beiträge, empirische Untersuchung oder konstruktive Entwürfe. In dieser Rubrik finden auch Abhandlungen ihren Platz, die sich mit den sozialisatorischen Einflüssen der Ökonomisierung auf die Lehrenden und Lernenden befassen.

Harald Hantke (Universität Lüneburg) entwirft vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeitsidee eine Forschungsheuristik zur Erkundung von fachdidaktischen Leitlinien, mit denen „Resonanzräume des Subpolitischen“ als wirtschaftsdidaktische Antwort auf ökonomisierte (wirtschafts-)betriebliche Lebenssituationen konstruiert werden sollen. In dieser Forschungsheuristik werden unter Bezugnahme auf die Reetz‘sche Trias von Situations-, Wissenschafts- und Persönlichkeitsbezug und auf der Grundlage eines „ästhetisch-performativen Persönlichkeitsverständnisses“ die Resonanztheorie Rosas und das Beck‘sche Konstrukt der „Subpolitik“ produktiv aufeinander bezogen. Die Erkundung solcher „Resonanzräume des Subpolitischen“ zielt letztlich darauf, mit einer kritisch-emanzipatorischen, ergebnisoffenen Antwort auf ökonomisierte betriebliche Lebenssituationen „zur Revitalisierung der Beruflichkeit“ beizutragen.

In ihrem Beitrag „Ökonomisches Handeln oder Kaufmännisches Handeln? Eine Inhaltsanalyse studentischer Essays über Kriterien des ‚Wirtschaftens‘“ berichten Tim Thrun, Marc Casper & Nele Bauer (Universität Hamburg) von einer Erhebung mit 54 Studierenden des Handelslehramts. In Kurzessays schrieben die Studierenden über ‚Ökonomische‘ und ‚Kaufmännische‘ Handlungsorientierungen – zwei Erfahrungs- und Begriffswelten, die die Studierenden deutlich abgrenzen und kaum aufeinander beziehen. Der Beitrag diskutiert die Ergebnisse vor der Frage, wie sich die Konzepte ‚Ökonomische‘, ‚Sozioökonomische‘ und ‚Kaufmännische Bildung‘ zueinander verhalten und welche didaktischen Desiderate sich aus diesem Spannungsverhältnis ergeben. Hierbei zeigt sich insbesondere die in der berufsbildenden Didaktik traditionsreiche Problemorientierung als zukunftsfähiges Leitbild.

Matthew H. Benton (Chulalongkorn University, Bangkok), Marc Casper (Universität Hamburg), Stefanie Karner (Universität Graz) & Georg Tafner (PH Steiermark) legen schließlich einen internationalen Beitrag vor. „Materialism, Subjective Happiness and Epistemic Beliefs of Students of Economics in Hamburg, Graz and Bangkok: A Cross Cultural Study and Discussion Regarding Economics Education” präsentiert und diskutiert die Ergebnisse einer Fragebogenerhebung mit n = 517 Studierenden der drei Standorte und unterschiedlicher Studiengänge. Hierbei wurden etablierte Skalen zu Materialismus, Glück und epistemischen Überzeugungen kombiniert. Im Ergebnis wurden Zusammenhänge zwischen materialistischen Einstellungen, niedrigem Wohlbefinden und dem Grad der Aussetzung wirtschaftswissenschaftlicher Studienanteile deutlich. Der Beitrag stellt außerdem vor, wie diese Ergebnisse im Rahmen einer universitären Veranstaltung in Bangkok mit internationalen Studierenden diskutiert wurden und zeigt daran, wie empirische Forschung als Gegenstand Ökonomischer Bildung wirken kann.

Weitere Beiträge zu den vier Themenkomplexen werden, wie üblich, in den Updates bis zum Erscheinen der nächsten Nummer im Sommer 2019 diese Ausgabe vervollständigen.

Wir bedanken uns bei allen Autorinnen und Autoren für ihre interessanten Beiträge, beim Redaktionsteam und der Webmasterin für die gute Zusammenarbeit und wünschen unseren Leserinnen und Lesern eine anregende Lektüre.

Karin Büchter, Tade Tramm und Jens Klusmeye
im Dezember 2018

 

Literatur

Bellmann, J. (2001): Knappheit als Bildungsproblem. Die Konstruktion des Ökonomischen im Diskurs Allgemeiner Pädagogik. Weinheim.

Deutsche Forschungsgemeinschaft (1990): Berufsbildungsforschung an den Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland. Weinheim u. a.

Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (Hrsg.) (2014): Basiscurriculum für das universitäre Studienfach Berufs- und Wirtschaftspädagogik im Rahmen berufs- und wirtschaftspädagogischer Studiengänge. Der Vorstand. Schwäbisch-Gmünd. Online:  https://www.dgfe.de/fileadmin/OrdnerRedakteure/Sektionen/Sek07_BerWiP/2014_Basiscurriculum_BWP.pdf (5.12.2018).

Zitieren des Beitrags

Büchter, K./Tramm, T./Klusmeyer, J. (2018): EDITORIAL zur Ausgabe 35: Ökonomisierung in der Bildung und ökonomische Bildung. In: bwp@ Berufs- und Wirt­schaftspädagogik – online, Ausgabe 35, 1-6. Online: https://www.bwpat.de/ausgabe35/editorial_bwpat35.pdf (13.12.2018).