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bwp@ Spezial 23 - März 2026
Digital gestütztes Fortbilden und Unterrichten in der ökonomischen und wirtschaftsberuflichen Bildung – Abschlussband des Verbundprojekts WÖRLD
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Editorial
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Editorial zu bwp@ Spezial 23:
Digital gestütztes Fortbilden und Unterrichten in der ökonomischen und wirtschaftsberuflichen Bildung – Abschlussband des Verbundprojekts WÖRLD
1 Das Verbundprojekt WÖRLD
Das Akronym WÖRLD steht für „Wirtschaftspädagogik und Ökonomische Bildung: Lehrkräftebildung und Unterricht digital“. Es kennzeichnet ein Verbundprojekt, welches 14 Teilprojekte aus sieben Bundesländern vereint, deren Leitungen der Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik (BWP) der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung (DeGÖB) sowie der Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (GSÖBW) angehören (Klusmeyer et al., 2025; Klusmeyer et al., 2026, im Druck; Abb. 1).
Abbildung 1: WÖRLD-Teilprojektstandorte, -leiter:innen und -titel
Konstituiert hat sich die erstmalige Zusammenarbeit von Vertreter:innen der drei Wissenschaftsgesellschaften in WÖRLD im Rahmen des wettbewerblichen Ausschreibungsverfahrens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum „Kompetenzzentrum für digitales und digital gestütztes Unterrichten in Schule und Weiterbildung in den Sprachen, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften“ (BMBF-Bekanntmachung, 2022). Entsprechend ist WÖRLD teil des Kompetenzverbunds „lernen:digital“, welcher das Ziel verfolgt, die Kompetenzen von gegenwärtigen und zukünftigen Lehrpersonen im Umgang mit digitalen Lehr-Lern-Formaten zu stärken und entsprechende Expertise systematisch aufzubauen (BMBF Bekanntmachung, 2022; Klusmeyer et al., 2025; Klusmeyer et al., 2026, im Druck). Diese zentrale Zielsetzung wird im Verbundvorhaben WÖRLD für die ökonomische und wirtschaftsberufliche Domäne aufgegriffen und weiterentwickelt. Das Konsortium berücksichtigt bei der Entwicklung und Forschung zur Aus- und Fortbildung von Wirtschaftslehrpersonen eine große Bandbreite der Lehrpersonenbildung, indem es die ökonomische Bildung in der Sekundarstufe I und II sowie die wirtschaftsberufliche Bildung in beruflichen Voll- und Teilzeitschulen einbezieht. Entstanden ist eine Vielzahl von Aus- und Fortbildungsangeboten zu digitalen Lernumgebungen, Unterrichtsszenarien und digital gestützten Lehr-Lernprozessen für die beiden Domänen. Diese wurden nicht nur konzipiert, sondern auch erprobt, durchgeführt und evaluiert. Hierzu haben die Teilprojekte bestehende Strukturen und Netzwerke zu Ministerien, Landes- und Fortbildungsinstituten sowie (Berufs-)Schulen gezielt genutzt, weiterentwickelt oder neu aufgebaut. Die entwickelten Formate und Materialien stehen als Open Educational Resources (OER) über die Plattformen ComPleTT und MUNDO nachhaltig zur Verfügung.
Eine weitere Zielperspektive von WÖRLD lag in der Zusammenarbeit im Konsortium selbst. Im Gegensatz zu vielen klassischen Verbundprojekten mit lose gekoppelten Teilprojekten und einer oftmals anzutreffenden ‚Fragmentierung des Verbundganzen‘ (TU Berlin, 2022, o. S.) wurde bereits während der Antragsstellung im Konsortium die These aufgenommen, dass die kooperative und kollaborative Forschungs-, Entwicklungs- und Beziehungsarbeit zwischen den 14 Teilprojektakteuren eine neuartige Governance-Architektur zur Verbundsteuerung legitimiert. Daraus resultierte der Aufbau eines mehrgliedrigen WÖRLD-Houses auf Grundlage des Network Administrative Organization-Ansatzes von Provan & Kenis (2008). Dieser zeichnet sich u. a. durch eine gemeinsam vereinbarte Zielorientierung, ko-kreativen Austausch untereinander und eine zentrale Steuerinstanz aus, die ausschließlich in den Diensten des Netzwerks agiert (Kowalski, 2018, S. 155). Seine operative Ausgestaltung erfährt das WÖRLD-House durch den Collective Impact-Ansatz (Kania & Kramer, 2011) unter Berücksichtigung der fünf Kriterien: (1) Gemeinsame Agenda verfolgen, (2) Kommunikation kontinuierlich ermöglichen), (3) Aktionen gegenseitig verstärkend durchführen, (4) Infrastruktur unterstützend bereitstellen und (5) Instrumente gemeinsam nutzen (Klusmeyer et al., 2026, im Druck). Mit der erhöhten Komplexität in der Verbundsteuerung waren wiederum eigene, governance-theoretische Erkenntnisinteressen verbunden.
Die Arbeit im Verbundprojekt WÖRLD ist folglich durch zwei Schwerpunkte in Forschung, Entwicklung und Praxis gekennzeichnet: erstens durch die Arbeit und Ergebnisse der einzelnen Teilprojekte und zweitens durch den Aufbau eines als WÖRLD-House betitelten Transfer-House-Konzepts. In der bwp@ Spezialausgabe 23 wird jeweils ein Beitrag aus dem WÖRLD-House und aus den Teilprojekten aufgenommen. Dabei nehmen die Autor:innen unterschiedliche Schwerpunktsetzungen vor.
2 Die Beiträge der bwp@ Spezialausgabe 23
Die bwp@ Spezialausgabe 23 beginnt im ersten Teil mit einem Beitrag zum Verbundprojekt „WÖRLD – Wirtschaftspädagogik und Ökonomische Bildung: Lehrkräftebildung und Unterricht digital“.
Jens Klusmeyer, Marian Thiel de Gafenco und Melanie Keßeler geben einen Einblick in die Struktur des Verbundprojekts „WÖRLD – Wirtschaftspädagogik und Ökonomische Bildung: Lehrkräftebildung und Unterricht digital“. In diesem Zusammenhang wird insbesondere auf das interdisziplinäre Zusammenwirken der drei zusammengeführten Wissenschaftsgesellschaften im dafür eingerichteten WÖRLD-Transfer-House eingegangen. Auf der Basis theoretischer Grundlagen wird die Architektur des WÖRLD-Houses als Form der Projektgovernance vorgestellt. Die empirischen Ergebnisse der Projektevaluation verdeutlichen das Zusammenwirken der Wissenschaftsgesellschaften im Verbund sowie die Wirksamkeit des WÖRLD-Houses.
Im zweiten Teil stellen die Mitglieder:innen einzelner Teilprojekte des WÖRLD-Verbunds Konzeptionen ihrer Fortbildungen vor. Diese leisten einen Beitrag zum systematischen Aufbau einer digitalen Lehr- und Lernkompetenz in der ökonomischen und wirtschaftsberuflichen Lehrer:innenbildung.
Franziska Birke, Christoph Hertrich, Annette Kern und Bernd Remmele präsentieren in ihrem Beitrag das Konzept einer Lehrpersonenfortbildung, die sich mit dem Thema digitaler Escape Rooms befasst. Das Ziel der Fortbildung besteht darin, Lehrpersonen aus der ökonomischen Bildung für das systemische Denken zu sensibilisieren, um es in ihrem pädagogischen Handeln mit den Schüler:innen zu fördern. Aus didaktischer Perspektive werden Dimensionen des systemischen Denkens über die Konzeption digitaler Escape Rooms zum Thema Inflation und Klimaschutz vorgestellt. Darüber hinaus eröffnet der Beitrag einen Einblick in erste Evaluationsergebnisse aus den durchgeführten Fortbildungen.
Dirk Loerwald und Albert Henning Müller eröffnen einen Einblick in die ko-konstruktive Entwicklung einer phasenübergreifenden Fortbildungsmaßnahme zum unterrichtlichen Einsatz digitaler ökonomischer Experimente. Sie berichten über die Chancen und Herausforderungen ökonomischer Experimente als zeitgemäße Unterrichtsmethode. Am Beispiel des Kaffeebohnenexperiments erörtern sie den fachwissenschaftlichen Hintergrund des Experiments (Default-Effekt) sowie die damit verbundene, handlungsorientierte und reflexionsbasierte Auseinandersetzung im Ökonomieunterricht. Ausführlich beschreiben und begründen sie das Design, die durchgeführten Entwicklungszyklen und die Gütekriterien ihres Research-Through-Design-Vorhabens. Zudem werden die Qualitätsmerkmale der Qualifizierungsmaßnahme herausgearbeitet.
Karl-Heinz Gerholz und Philipp Schlottmann stellen in ihrem Beitrag ein evidenzbasiertes Fortbildungskonzept zur Entwicklung digitaler Kompetenzen für kaufmännische Lehrpersonen vor. Auf Basis der DigCompEdu-Kompetenzprofile erarbeiten die Autoren ein diagnostisches Instrument mit fünf Kompetenzbereichen für die Lehrpersonenbildung in der kaufmännischen Domäne. Dieses unterziehen sie einer Evaluation und Anpassung. Auf dieser Grundlage präsentieren sie maßgeschneiderte Microlearning-Einheiten. Der Beitrag zeigt, wie sich durch die Verbindung von Diagnostik und Microlearning ein praxisnaher, schulintegrierter, adaptiver Kompetenzaufbau bei kaufmännischen Lehrpersonen gestalten lässt.
Tobias Jenert, H.-Hugo Kremer, Marie-Ann Kückmann, Niklas Sänger, Leonie Schmid und Stephanie Wilde stellen in ihrem Beitrag auf der Grundlage professionstheoretischer und ‑praktischer Perspektiven und Herausforderungen ein Konzept für ein virtuelles Berufskolleg vor. Dieses konzeptualisieren sie als immersiven Lern- und Entwicklungsraum, dessen Ziele und Gestaltungsaspekte ausführlich dargelegt werden. Anhand von zwei konkreten Beispielen, der „Simulation einer Sitzung der AG Künstliche Intelligenz“ und „Beteiligung an pädagogischen Tagen des virtuellen Berufskollegs“, wird die curriculare Integration des virtuellen Berufskollegs in die Lehramtsausbildung an Berufskollegs unter professionstheoretischer Perspektive verdeutlicht. Die Projekterkenntnisse werden zur Ableitung von Implikationen für eine phasenübergreifende Professionalisierung genutzt.
Sophia Gentner und Jürgen Seifried möchten mit ihrem Beitrag Einblicke in die Berücksichtigung von Gestaltungskriterien in webbasierten Fortbildungsformaten für Lehrpersonen ermöglichen. Hierfür legen sie zentrale Konstruktionskriterien digitaler Lernumgebungen dar, um diese darauf aufbauend auf die digitale Bürosimulation LUCA – eine Simulation eines typischen Büroarbeitsplatzes – zu beziehen. Darüber hinaus werden erste Evaluationsergebnisse von Lehrpersonen vorgestellt, die zur Optimierung der Bürosimulation und des Selbstlernkurses genutzt werden.
Der dritte Abschnitt widmet sich spezifischen Aspekten, die sich aus der Bearbeitung von digitalen Fortbildungskonzepten für die ökonomische und wirtschaftsberufliche Bildung ergeben haben. Die Beiträge umfassen die Durchführung spezifischer Bedarfsanalysen, die Beschreibung iterativer Entwicklungsschritte, didaktische Anforderungsanalysen und konkrete Anwendungsbeispiele.
Verena Pfeiffer, Roman Höhl, Florestine Alexander, Theresa Bauer, Manuel Förster und Michael Goller nehmen sich vor dem Hintergrund einer begrenzten Nachfrage von Fortbildungsangeboten zur Digitalisierung der Frage an, welche Faktoren zur Akzeptanz und Nutzung von Fortbildungen zu digitalen Technologien in der kaufmännisch-verwaltenden Berufsbildung identifiziert werden können. Zu diesem Zweck haben sie eine Interviewstudie mit Lehrpersonen im Vorbereitungsdienst, Lehrkräften in der Berufspraxis sowie Schulleitungen an berufsbildenden Schulen durchgeführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Sie beschreiben ihr methodisches Vorgehen und werten die Aussagen ihrer Proband:innen qualitativ-systematisch aus. Die herausgestellten angebots- und bedarfsbezogenen Aspekte liefern wertvolle Hinweise für die zukünftige Gestaltung effektiver digitalisierungsbezogener Fortbildungsangebote in der beruflichen Bildung.
Stanley F. Schilling-Friedemann, Roland Happ, Josef Guggemos und Michael Meß präsentieren die Entwicklung und Durchführung einer KI-bezogenen Bedarfsanalyse, die die Kompetenzen, Interessen und das Verhalten von Lehrpersonen untersucht. Zu Beginn geben die Autoren einen umfassenden Überblick über KI-bezogene Bildungsbedarfe von Lehrpersonen, KI-Kompetenzmodelle und ‑facetten sowie zu den Erfolgsfaktoren einer Lehrpersonenfortbildung. Danach stellen sie den Aufbau und die Durchführung ihrer empirischen Studie ausführlich vor. Im Anschluss präsentieren und diskutieren sie die Ergebnisse ihrer Studie und erörtern Gestaltungshinweise für die Umsetzung einer KI-Fortbildung, die in ein Fortbildungsangebot münden.
Melanie Riedl und Karl Wilbers definieren in ihrem Beitrag die KI-induzierte digitale Transformation (KID) als einen besonderen Fall der digitalen Transformation, der einen starken Einfluss auf die Entwicklung des berufsbezogenen Unterrichts an der Berufsschule nimmt. Diese Auswirkungen werden an veränderten Kompetenzerwartungen, Methoden und Medien sowie Bedingungen von beruflichen Lernsituationen ersichtlich. Deren Änderungsbedarf arbeiten die Autorin und der Autor als Leitfragen systematisch heraus. Zudem eröffnen sie einen praktischen Einblick in die KID-Transformation einer Lernsituation in Form einer phasenübergreifenden ‚Professionellen Lerngemeinschaft‘.
Sebastian Seybusch und Udo Hagedorn beschäftigen sich mit dem „Innenleben“ von Planspielen. Sie untersuchen exemplarisch drei wirtschaftsbezogene Planspielsimulationen daraufhin, welche Modellierung das Thema Nachhaltigkeit in ihnen erfährt und wie die algorithmischen Strukturen des Planspiels die Inhalts‑ und Handlungsräume determinieren. Zur Bearbeitung dieser Fragen haben die Autoren eine qualitative Inhaltsanalyse durchgeführt. Dabei wurden deduktiv gebildete Analysekategorien zu den „fachlichen Nachhaltigkeitsinhalten“, „kognitiven Anforderungen“ und „spielmechanischen Elementen“ an die Planspiele angelegt und entsprechend ausgewertet. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit der multiperspektivischen Ergänzung der Planspiele, deren Möglichkeiten anhand des Einsatzes von Rollenkarten aufgezeigt werden.
Carmela Aprea und Jasmin Engelhardt gehen in ihrem Beitrag der Frage nach, wie digitale Lernspiele aus den drei Bereichen der ökonomischen, finanziellen und nachhaltigkeitsbezogenen Bildung aufzubereiten und nutzbar zu gestalten sind, um komplexe Zusammenhänge für Schüler:innen erfahrbar und zugleich reflektiert nachvollziehbar werden zu lassen. Im Zentrum des Beitrags stehen: Arbeitsschritte zur Identifizierung relevanter digitaler Lernspiele, die Entwicklung eines strukturellen Analyserasters, welches kontextuelle, ethische, curriculare und spielgestalterische Kriterien miteinander verknüpft, und Aspekte der unterrichtlichen Integration. An drei ausgewählten Spielen wird die Leistungsfähigkeit des gewählten Zugangs illustriert.
Malte Ring, Theresa Hermann-Huang und Lara Weber thematisieren in ihrem Beitrag den Einsatz von Erklärvideos im Wirtschaftsunterricht. Dabei fokussieren sie auf die Einbindung interaktiver Elemente in einer H5P-Lernumgebung. Nach theoretischen Grundlegungen zum Themenbereich nebst empirischer Befunde erläutern die Autor:innen anhand von zwei Videos zu den Themenbereichen „Markt“ und „Wirtschaftskreislauf“ praxisnah, wie die Einbettung interaktiver Elemente ausgestaltet werden kann. Die Beispiele zeigen eine Anreicherung der Videos in unterschiedlicher fachdidaktischer Qualität sowie Komplexität und reichen von einfachen Navigationshilfen bis hin zu eingebetteten Aufgaben.
Jenny Raabe, Serap Uzunbacak und Jens Klusmeyer erörtern den iterativen Prozess der Überführung einer hochschuldidaktischen Seminarkonzeption in eine Fortbildungskonzeption für kaufmännische Lehrpersonen. Am Beispiel der H5P-gestützten Entwicklung von interaktiven Branching Scenarios legen sie die Potenziale einer digitalen Lernumgebung für einen prozess- und entscheidungsorientierten wirtschaftsberuflichen Unterricht dar. Auf Basis eines elaborierten Evaluationsdesigns präsentieren sie anhand von drei Einzeliterationen, wie aus der designorientierten Lehrkonzeptionsüberführung allgemeine Gestaltungsprinzipien für die Lehrer:innenfortbildung systematisch abgeleitet werden können.
Dilara Wiemann, Ekkehard A. Köhler, Jona Erlhage und Julia Niggemeyer berichten in ihrem Beitrag über ein webbasiertes Simulationstool – den „Kreditmarkt Simulator“ –, das mikroökonomische Prozesse wie die Zinsbildung interaktiv veranschaulicht. Auf Basis bildungspolitischer Vorstellungen skizzieren die Autor:innen einen Anforderungshorizont zum Einsatz digitaler Simulationen in der Lehrpersonenbildung. Ausgehend vom Einsatz eines bestehenden Simulationstools und dessen Evaluation nach einer Fortbildung beschreibt die Autor:innengruppe die didaktische Konstruktion und iterative Weiterentwicklung ihres webbasierten Simulationstools „Kreditmarkt Simulator“. Abschließend werden ausgewählte Evaluationsergebnisse dargelegt und diskutiert.
Vera Kirchner, Jessica Rehse und Maximilian Wegener analysieren in ihrem Beitrag den Mehrwert des digitalen Medienformats „Podcast“ zur Dokumentation und Reflexion von schulischen Betriebspraktika. Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels in der Berufs- und Arbeitswelt erörtern sie die berufsorientierende Bedeutung des Betriebspraktikums. Als Alternative zur klassischen schriftlichen Dokumentationsform des Praktikumsberichts wird von ihnen das Medienformat „Podcast“ als digital-gestützte Dokumentations- und Reflexionsmethode vorgestellt und hinsichtlich seiner didaktischen Möglichkeiten und Grenzen diskutiert.
3 Ergebnisrückschau und Danksagung
Im WÖRLD-Verbundprojekt haben Kolleg:innen der drei Wissenschaftsgemeinschaften „Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik (BWP) der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)“, „Deutsche Gesellschaft für ökonomische Bildung (DeGÖB)“ und „Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (GSÖBW)“ intensiv, produktiv und sehr kollegial zusammengearbeitet. Die gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeit wird sichtbar in 90 Publikationen, 135 Vorträgen, 6 Messeteilnahmen, 50 Fortbildungskonzepten (davon 18 Selbstlernkursen) und 69 Unterrichtsmaterialien.
Eure Arbeit hat WÖRLD so erfolgreich werden lassen – lieben Dank dafür!
Ein zentrales Anliegen aller Beteiligten ist die Weiterführung unseres disziplinübergreifenden Netzwerks unter dem Namen „Wirtschaftspädagogik und Ökonomische Bildung vernetzt: Lehrpersonenbildung digital“ (WÖRLDNet). Ziel von WÖRLDNet ist die Stabilisierung und Fortentwicklung einer agilen Netzwerkstruktur zur Erarbeitung von Forschungs- und Entwicklungsinitiativen im Themenfeld der ‚Digitalen Transformation‘ mit Bezug zur Aus- und Fortbildung von Lehrpersonen der ökonomischen und wirtschaftsberuflichen Bildung.
Als Herausgeber:innen danken wir allen Autor:innen ganz herzlich für die kollegiale und freundschaftliche Zusammenarbeit und Einreichung der wertvollen Beiträge. Allen Leser:innen wünschen wir eine anregende Lektüre.
Es grüßen herzlich Jens Klusmeyer, Marian Thiel de Gafenco, Melanie Keßeler und Sina Schadow-Gievers (Herausgeber:innen der bwp@ Spezialausgabe 23).
Literatur
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (2022). Bekanntmachung: Richtlinie zur Förderung von Verbundprojekten als „Kompetenzzentrum für digitales und digital gestütztes Unterrichten in Schule und Weiterbildung in den Sprachen, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften“ im Rahmen des Forschungs-, Innovations- und Transferprojekts „Kompetenzzentren für digitales und digital gestütztes Unterrichten in Schule und Weiterbildung“ in Kooperation mit den Ländern. Bundesanzeiger vom 30.11.2022. https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/bekanntmachungen/de/2022/11/2022-11-30-Bekanntmachung-digitalesUnterrichten.html
Kania, J. & Kramer, M. (2011). Collective Impact. Stanford Social Innovation Review, 9(1), 36–41. https://doi.org/10.48558/5900-kn19
Klusmeyer, J., Schadow, S. & Thiel de Gafenco, M. (2025). WÖRLD – Konstituierung und Erforschung eines bundesländerübergreifenden Akteursnetzwerks zur digitalisierungsbezogenen Lehrpersonen(fort-)bildung in der wirtschaftsberuflichen und ökonomischen Bildung. In D. Loerwald & N. Goldschmidt (Hrsg.), Evidenzbasierter Wirtschaftsunterricht. Jahresband der Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung 2024 (S. 235–246). Springer Gabler.
Klusmeyer, J.; Schadow-Gievers, S. & Thiel de Gafenco, M. (2026, im Druck). Vernetzung und Transfer in Forschungsverbünden – Einblicke in die Konstituierung des WÖRLD-Transfer-Houses. In K. Scheiter, D. Richter, J. Brüggemann & J. Jennek (Hrsg.), Professionelles Handeln in einer Kultur der Digitalität: Ergebnisse des Kompetenzzentrums SGW (Buchreihe: Digitale Transformation von Schule und Fortbildung gestalten im Kompetenzverbund lernen:digital).Waxmann.
Kowalski, M. (2018). Management von Open-Innovation-Netzwerken. Springer Gabler.
Provan, K. G. & Kenis, P. (2008). Modes of Network Governance: Structure, Management, and Effectiveness. Journal of Public Administration Research and Theory, 18(2), 229–252. https://doi.org/10.1093/jopart/mum015
TU Berlin (2022). Neue Studie: Was macht Forschungsverbünde erfolgreich? TU Berlin. Neue Studie: Was macht Forschungsverbünde erfolgreich? - TU Berlin
Förderhinweis
Das Projekt „Wirtschaftspädagogik und Ökonomische Bildung: Lehrkräftebildung und Unterricht digital (WÖRLD)“ wurde finanziert durch die Europäische Union – NextGenerationEU und gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die des Autors/der Autorin und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Europäischen Union, Europäischen Kommission oder des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend wider. Weder Europäische Union, Europäische Kommission noch Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend können für sie verantwortlich gemacht werden. Förderkennzeichen: 01JA23S02A.
Zitieren des Beitrags
Klusmeyer, J., Thiel de Gafenco, M., Keßeler, M. & Schadow-Gievers, S. (2026). Digital gestütztes Fortbilden und Unterrichten in der ökonomischen und wirtschaftsberuflichen Bildung – Abschlussband des Verbundprojekts WÖRLD – Editorial zum bwp@ Spezial 23. In J. Klusmeyer, M. Thiel de Gafenco, M. Keßeler & S. Schadow-Gievers (Hrsg.), bwp@ Spezial 23: Digital gestütztes Fortbilden und Unterrichten in der ökonomischen und wirtschaftsberuflichen Bildung – Abschlussband des Verbundprojekts WÖRLD (S. 1–8). https://www.bwpat.de/spezial23/editorial_spezial23.pdf





