bwp@ 50 - Juni 2026

Nachhaltigkeit in der Berufsbildung - kritisch-konstruktive Bilanzierung

Hrsg.: Lars Windelband, Karl Wilbers, Julia Kastrup & Harald Hantke

Editorial bwp@50

Beitrag von Lars Windelband, Karl Wilbers, Julia Kastrup & Harald Hantke

EDITORIAL zu Ausgabe 50:
Nachhaltigkeit in der Berufsbildung – kritisch-konstruktive Bilanzierung

Der Diskurs um Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung hat in den vergangenen 25 Jahren eine bemerkenswerte Dynamik entfaltet. Angefangen mit einzelnen Explorationen Ende der neunziger Jahre, folgten bildungspolitisch strukturell aufgesetzte Innovationsprogramme. Diese Auseinandersetzung bereicherte nicht nur den wissenschaftlichen Diskurs zu einer Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) als eigenem Diskursstrang neben der in der Allgemeinbildung geführten Diskussion um eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Vielmehr wurden durch die strukturelle Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung in den letzten Jahrzehnten auch didaktische, pädagogische und organisationale Innovationen auf praktischer Ebene entwickelt, die aktuell in einem breiten Transfer niederschlagen. Neben diesen grundsätzlichen Erfolgen offenbart die Diskussion jedoch auch Grenzen, Ambivalenzen und blinde Flecken. Dazu zählen beispielsweise die ausgeprägte Förderung von Projekten mit einem starken Umsetzungsfokus bei wenig ausgeprägter Grundlagenforschung, die Diskrepanz zwischen Kompetenzrhetorik und systemischer Verankerung, die ungleiche Elaboration zu verschiedenen Berufen sowie die Spannung zwischen politischen Strategien und schulischer sowie betrieblicher Realität. Auch die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Dimensionen einer BBNE ist nach wie vor unterbelichtet. Zu nennen sind hier beispielsweise die Betrachtung des Zusammenhangs zwischen Nachhaltigkeit und Demokratie in der beruflichen Bildung sowie Fragen zu sozialer Gerechtigkeit, globalen Perspektiven oder dem Verhältnis von Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Der Zeitpunkt für eine kritische Bilanzierung dieser Entwicklungen sowie der Grenzen, Ambivalenzen und blinden Flecken ist daher gut gewählt. Genau damit setzt sich die Ausgabe bwp@50 auseinander. Es geht darum, Erreichtes sichtbar zu machen, systematische Lücken und bestehende Herausforderungen zu identifizieren sowie Potenziale für die Weiterentwicklung von Wissenschaft, Politik und Praxis von Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung zu eröffnen. Damit kann ein fundierter Überblick über die Potenziale für die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsdiskurses in der beruflichen Bildung in Deutschland und auch darüber hinaus aufgezeigt werden.

Die Beiträge sind in folgende vier Teile gegliedert:  

Teil 1: Bilanzierung von (inter)nationalen Programmen

In den vergangenen Jahren sind viele Programme und Rahmenvereinbarungen entstanden, darunter die UN-Agenda 2030, der nationale Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Bund-Länder-Vereinbarungen. Die Beiträge in dieser Rubrik ziehen Bilanz zu diesen Entwicklungen und zeichnen ein teilweise kritisches Gesamtbild der BBNE. Zugleich formulieren sie Impulse für eine Weiterentwicklung der BBNE-Aktivitäten.

Der Diskussionsbeitrag von Julia Kastrup (FH Münster) und Werner Kuhlmeier (ehemals Universität Hamburg) zieht eine Bilanz der Entwicklung der BBNE in den vergangenen zehn Jahren auf Grundlage des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dabei werden zentrale Grenzen, Lücken und bestehende Handlungsbedarfe herausgearbeitet sowie Impulse für die zukünftige Ausgestaltung der BBNE gegeben.

Der Forschungsbeitrag von Thilo J. Ketschau (Universität Kiel) und Christian Steib (KIT) rekonstruiert zentrale Diskurslinien der BBNE und zeigt deren bislang vorherrschend funktionalistische Ausrichtung. Auf Grundlage der kritisch-emanzipatorischen Bildungstheorie Herwig Blankertz’ wird argumentiert, dass BBNE über eine bloße Anpassung an arbeitsmarktbezogene Nachhaltigkeitsanforderungen hinausgehen muss. Stattdessen wird sie als normativ-politisches Transformationsprojekt gefasst, das auf Mündigkeit, Kritikfähigkeit, demokratische Teilhabe und soziale Gerechtigkeit zielt.

Die Autoren Stephan Stomporowski und Adrian Schmitz (Universität Bonn) werfen in ihrem Diskussionsbeitrag „Irrwege der Nachhaltigkeit: Eine kritisch-konstruktive Bilanzierung aus ökologischer Perspektive“ einen kritischen Blick auf die bisherige berufsbezogene Nachhaltigkeitsdebatte. Häufig gehe der Diskurs von einer gleichwertigen Behandlung ökologischer, ökonomischer und sozialer Dimensionen aus. Sie werfen jedoch die Frage auf, wie diese Komplexität der Themenfelder überhaupt pädagogisch eingelöst werden kann, und ob dies nicht zu didaktischen Überforderungen führt.

Die Autorinnen Ann-Katrin Voit (Hochschule Essen) und Mouna Thiele (Hochschule Düsseldorf) untersuchen die Bedeutung der sozialen Dimension im Diskurs der BBNE. Auf Grundlage theoretischer Konzepte wie Just Transition und dem Capability Approach wird analysiert, inwieweit soziale Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung verankert ist. Die Ergebnisse zeigen, dass diese bislang meist nur indirekt und wenig systematisch berücksichtigt wird und häufig als nachgeordnete normative Ergänzung erscheint, wodurch deutliche theoretische und konzeptionelle Defizite sichtbar werden.

In dem Beitrag von Marcus Eckelt (Universität Konstanz) und Rita Meyer (Universität Hannover) wird die mit der Implementierung dualer Ausbildungsstrukturen in Costa Rica verbundene Erwartung reflektiert, dort mit deutscher Unterstützung einen Beitrag zu einer sozial und ökonomisch nachhaltigen Bildungsarchitektur zu leisten. Mit Blick auf die Förderung und Kooperation internationaler Projekte werden hier die Erkenntnisse aus verschiedenen Forschungsaufenthalten in Costa Rica kritisch und konstruktiv diskutiert.

Teil 2: Bilanzierung von Institutionen und Förderprojekten

Diese Rubrik bündelt fünf Beiträge, die der Frage nachgehen, welchen Beitrag zentrale Einrichtungen, Forschungsarbeiten und Förderprogramme zur Entwicklung, Erprobung und Verbreitung nachhaltigkeitsorientierter Berufsbildung leisten und wie Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe in den Lernorten der Berufsbildung sowie in Arbeits- und Geschäftsprozessen verankert werden kann.

Der Beitrag „Soziale Nachhaltigkeit als strategische Herausforderung“ von Jana Wienberg, Sarah Styles und Hannah Zoller (University of Labour, Frankfurt am Main) analysiert die strategische Verankerung sozialer Nachhaltigkeit in der betrieblichen Ausbildung und verdeutlicht deren Bedeutung als Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit beruflicher Bildung und organisationaler Transformation. Dabei zeigt sich insbesondere, dass soziale Nachhaltigkeit gegenüber ökonomischen Aspekten bislang nachrangig behandelt wird und daraus spezifische Kompetenzbedarfe resultieren.

Der Beitrag von Nadja Hemming, Per Kropp, Sebastian Schuhmann, Franziska Hein-Pensel und Stefan Theuer (Kompetenzzentrum KMI Leipzig und Institut für und IAB) stellt die Veranstaltungsreihe „Future Skills – Betriebliche Weiterbildung im Mitteldeutschen Revier“ vor, im Rahmen derer untersucht wurde, wie der Wissenstransfer zwischen Akteur:innen der Weiterbildungslandschaft verbessert und regionale Netzwerke nachhaltig gestärkt werden können.

Welche Bedeutung hat Nachhaltigkeit in der Berufsvorbereitung? Dieser Frage gehen Katharina Hartwich und Dietmar Heisler (Universität Paderborn) nach. Ihr Beitrag zeichnet die strukturellen und konzeptionellen Entwicklungen der BvB-Maßnahmen sowie die zunehmende Etablierung des Nachhaltigkeitsdiskurses in der beruflichen Bildung seit den 1970er Jahren nach.

Kerstin Duemmler (Haute école fédérale en formation professionnelle HEFP, Renens), Lona Widmer (Eidgenössische Hochschule für Berufsbildung, Zollikofen) und Agathe Delanoe (HEFP) gehen in einer qualitativen Studie mit Auszubildenden im Beruf Heizungsinstallateur:in in der Schweiz der Frage nach, inwiefern sich angehende Fachkräfte als Akteur:innen der Energiewende verstehen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich trotz vorhandener nachhaltiger Handlungsmöglichkeiten nur ein kleiner Teil der Befragten als aktive Treiber der Energiewende begreift.

Welche Rolle spielt die duale Berufsausbildung in der Unternehmensberichterstattung? Dieser Frage gehen Hoang Long Nguyen und Kathrin Krüger (SRH Fernhochschule) in ihrem Beitrag nach. Auf Grundlage einer Analyse von Nachhaltigkeitsberichten der DAX-40-Unternehmen zeigen sie, dass über das Engagement in der dualen Berufsausbildung bislang nur in begrenztem Umfang berichtet wird.

Teil 3: Bilanzierung von Konzepten, Curricula und Lehr-Lern-Arrangements

Im dritten Teil der Ausgabe rücken die Umsetzungserfahrungen nachhaltigkeitsbezogener Ansätze in beruflichen Schulen und Betrieben sowie in Curricula in den Fokus. Dabei werden Fragen der Didaktik ebenso aufgegriffen wie Unterschiede zwischen beruflichen Domänen. Nicht zuletzt wird die Praxis beruflicher Bildung im Kontext aktueller gesellschaftspolitischer Herausforderungen diskutiert.

Der Beitrag von Wilhelm Trampe und Kristina Trampe (Universität Osnabrück) entwickelt Konturen einer kritisch-transformativen Didaktik der BBNE. Ausgehend von einer Kritik vorherrschender, vor allem funktional ausgerichteter Nachhaltigkeitsverständnisse werden zentrale didaktische Ansätze der BBNE sowie zugrunde liegende Transformationskonzepte reflektiert. Darauf aufbauend werden didaktische Orientierungen herausgearbeitet, die Berufsbildung als Raum für Reflexion, demokratische Aushandlung und aktive Mitgestaltung sozial-ökologischer Transformationsprozesse verstehen.

Alexander Koller (Universität Erlangen-Nürnberg) und Yoke-Lee Roth (TU Dortmund) geben einen systematischen Überblick über den Forschungsstand zur Didaktik der BBNE im berufsbezogenen Unterricht. Auf Grundlage eines Literaturreviews nach PRISMA-Standard werden zentrale didaktische Konzepte, Strukturmuster, Spannungsfelder und Forschungslücken identifiziert und entlang des Berliner Didaktik-Modells eingeordnet. Die Ergebnisse bündeln den aktuellen Diskurs, systematisieren bestehende Ansätze und zeigen Perspektiven für die theoretische Weiterentwicklung sowie die Gestaltung nachhaltigkeitsorientierter Lehr-Lern-Arrangements auf.

Der Beitrag von Antje Goller und Jana Markert (TU Dresden) analysiert die curriculare Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der beruflichen Lehrkräftebildung der Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft. Auf Grundlage einer deutschlandweiten curricularen Analyse wird untersucht, in welchem Umfang Nachhaltigkeitsbezüge in Studienstrukturen integriert sind. Die Ergebnisse zeigen eine insgesamt heterogene Implementierung, die bislang überwiegend auf Modulebene erfolgt und nur begrenzt in Studien- und Prüfungsordnungen verankert ist.

Christian Schmidt (Universität Siegen) untersucht die Verankerung von Nachhaltigkeit in Ausbildungsordnungen und Lehrplänen ausgewählter dualer Ausbildungsberufe im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft. Auf Grundlage im Fachdiskurs entwickelter Kompetenzprofile und curricularer Anforderungen analysiert er, in welchem Umfang und mit welchen Schwerpunkten Nachhaltigkeitsaspekte in den Ordnungsmitteln berücksichtigt werden. Die Analyse zielt darauf ab, den Stand der curricularen Umsetzung systematisch einzuordnen und bestehende Entwicklungslinien sichtbar zu machen.

Der Beitrag von Alicia Janica Moss, Alina Hank, Heye Saathoff und Andreas Slopinski (Universität Oldenburg) zieht eine Bilanz der Verankerung von Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung der Transport- und Logistikbranche. Untersucht wird, inwiefern Nachhaltigkeit in den Ordnungsmitteln relevanter Berufe verankert ist und welche Berührungspunkte Auszubildende in ihrer Ausbildung wahrnehmen. Methodisch basiert die Analyse auf einer qualitativen Inhaltsanalyse der Ordnungsmittel sowie leitfadengestützten Interviews mit Auszubildenden, deren Ergebnisse zusammengeführt werden.

Uwe Krakau, Lisa Brück und Julia Ziobrowski (btg - Berufskolleg für Technik und Gestaltung der Stadt Gelsenkirchen) stellen ein Simulationsspiel als Lehr-Lern-Arrangement zur Förderung nachhaltigkeitsbezogener Handlungskompetenzen im Berufskolleg vor. Am Beispiel des Berufskollegs für Technik und Gestaltung Gelsenkirchen wird die Entwicklung, didaktische Konzeption und Erprobung im Rahmen eines internationalen Projekts beschrieben. Der Beitrag versteht sich als Good-Practice-Beispiel und bilanziert die Potenziale sowie Erfahrungen bei der Umsetzung von BBNE in der schulischen Praxis.

Der Beitrag von Julia Hufnagl, Julia Haslinger und Silvia Annen (Universität Bamberg) zeigt den Einsatz von Design Thinking als didaktischen Ansatz zur Förderung nachhaltigkeitsbezogener Kompetenzen in der Hochschullehre. Auf Grundlage einer Tagebuchstudie wird analysiert, wie Studierende den Lernprozess, ihre Kompetenzentwicklung sowie die Umsetzbarkeit der Methode einschätzen. Die Ergebnisse zeigen das Potenzial von Design Thinking für die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit und verweisen zugleich auf spezifische Anforderungen bei der Implementierung in der hochschulischen Professionalisierung beruflichen Bildungspersonals.

Teil 4: Bilanzierung von Umsetzungserfahrungen

Der vierte Teil der Ausgabe widmet sich der Bilanzierung von Umsetzungsverfahren der BBNE. Im Zentrum stehen Beiträge zu Gelingensbedingungen, Hemmnissen und strukturellen Herausforderungen ebenso wie praxisorientierte Ansätze zur systematischen Verankerung von Nachhaltigkeit. Die Beiträge verdeutlichen, dass BBNE bislang häufig vom Engagement Einzelner getragen wird und institutionelle sowie ressourcenbezogene Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle für eine nachhaltige Implementierung spielen.

Der Beitrag von Andreas Zopff und Mario Reich (Universität Magdeburg) untersucht die Umsetzung nachhaltiger Schulentwicklung im Sinne eines Whole School Approach vor dem Hintergrund des Hamburger Masterplans BNE 2030. Auf Grundlage einer qualitativen Längsschnittstudie an fünf Fällen wird analysiert, wie entsprechende Anforderungen in der schulischen Praxis verstanden und umgesetzt werden. Die Ergebnisse zeigen zentrale Gelingensbedingungen, Unterstützungsbedarfe sowie strukturelle Herausforderungen und verdeutlichen, dass BNE als integraler Bestandteil zukunftsfähiger Schulentwicklung zu begreifen ist.

Ausgehend vom Hamburger Masterplan BNE 2030 werden Maßnahmen zur Verankerung nachhaltiger Entwicklung als leitendes Bildungsziel in der beruflichen Bildung von Thomas Vollmer, Werner Kuhlmeier (ehem. Universität Hamburg) Rainer Pillmann-Wesche (LiA3 Hamburg), Sören Schütt-Sayed und Wilko Reichwein (TU Hamburg) untersucht und weiterentwickelt. Auf Grundlage einer Bestandsaufnahme an beruflichen Schulen sowie einer mehrjährigen wissenschaftlichen Begleitung von Modellversuchen werden Unterstützungs- und Fortbildungsbedarfe identifiziert. Darauf aufbauend wurde ein praxisorientierter „BBNE-Werkzeugkasten“ für Lehrkräfte entwickelt, erprobt und evaluiert.

Der Beitrag von Marilisa Ohlwein (Universität Hannover) untersucht die Integration von BBNE in Ausbildungsberufe des Bauwesens. Auf Grundlage qualitativer Expert:inneninterviews mit Lehrkräften wird analysiert, welche Gelingensbedingungen, Hemmnisse und Umsetzungsbedarfe bestehen. Die Ergebnisse zeigen, dass BBNE bislang häufig auf individuellem Engagement basiert und nur begrenzt strukturell verankert ist, wodurch insbesondere institutionelle Rahmenbedingungen, Ressourcenfragen sowie Qualifizierungs- und Vernetzungsbedarfe als zentrale Handlungsfelder hervortreten.

Der Beitrag von Constanze Dorn und Hasan Gencel (Berufliche Schule 2 Nürnberg) thematisiert die Implementierung von BBNE als umfassende Schulentwicklungsaufgabe beruflicher Schulen. Im Fokus stehen dabei Anforderungen an eine systematische, prozessuale und institutionell verankerte Umsetzung sowie die Bedeutung ganzheitlicher Schulentwicklungskonzepte, die strukturelle, didaktische und personale Dimensionen berücksichtigen. Anhand ausgewählter Praxisbeispiele werden erfolgversprechende Ansätze vorgestellt und reflektiert.

Die vorliegende Ausgabe von bwp@ zeigt, dass die BBNE zwar breit im Diskurs verankert ist und durch zahlreiche Initiativen getragen wird, ihre konkrete Umsetzung und Integration jedoch weiterhin mit vielfältigen Herausforderungen verbunden sind. Zugleich wird deutlich, dass in Teilen des Diskurses weiterer Bedarf an theoretischer Fundierung, konzeptioneller Schärfung sowie grundlegender Forschung besteht.

Wir bedanken uns bei allen, die Beiträge eingereicht haben bzw. bei den Autor:innen der 21 Bei­­träge, die nun online gegangen sind. Im Herbst wird es ein Update mit weiteren Beiträgen geben – freuen Sie sich mit uns auf die Fortsetzung der Diskussion.

Lars Windelband, Karl Wilbers, Julia Kastrup & Harald Hantke
(im Juni 2026)

Zitieren des Beitrags

Windelband, L., Wilbers, K., Kastrup, J. & Hantke, H. (2026). Editorial zu Ausgabe 50: Nachhaltigkeit in der Berufsbildung – kritisch-konstruktive Bilanzierung. bwp@ Berufs- und Wirtschafts­päda­gogik – online, 50, 1–6. https://www.bwpat.de/ausgabe50/editorial_bwpat50.pdf

Veröffentlicht am 25. Juni 2026